Neuling feierte zweiten Sieg
Im Sauerland ist die Eishockeywelt vorerst wieder in Ordnung. Mit fast überschäumender Begeisterung feierten die Zuschauer den Deilinghofener 3-0- Erfolg über den EV Füssen, den man in Anbetracht der prekären Tabellensituation schon fast als Pflichtsieg bezeichnen muß.
Der doppelte Punktgewinn wurde den Westdeutschen allerdings sehr leicht gemacht. Der EV Füssen hatte erschreckend wenig zu bieten. In der Abwehr aufgescheucht wie ein Hühnerhaufen und im Angriff harmlos konnten sich die Allgäuer (erstmals mit Uli Egen) bei ihrem besten Spieler, Torhüter Toni Kehle, und der mangelhaften Deilinghofener Chancenverwertung bedanken, dass die unvermeidliche Niederlage nicht eklatantere Ausmaße annahm.
EVF-Trainer Bouzek beklagte einen rabenschwarzen Tag: >>Meine Mannschaft hat dumm, unkonzentriert und undiszipliniert gespielt. Der ECD-Sieg ist vollauf gerechtfertigt.<< Deilinghofen konnte endlich wieder einmal gefallen und ließ erkennen, dass die mannschaft sich noch längst nicht aufgegeben hat. Das Handicap des ECD, den verletzten Verteidiger Schweer ersetzen zu müssen, hatte keine negativen Folgen, da der sonstige Torjäger Webley eine gute Abwehrpartie bot.
Georg Petruschak, Sport-Kurier, November 1977
EC Deilinghofen:
Makatsch, Lubomski, Stark, Webley, Antons, Möller, Hebert, Muus, Branz, Neubauer, Karl, Schmidt, Brüggemann, Siegosch
Zuschauer: 2800
Schiedsrichter: Böhm
Strafminuten: Deilinghofen 9, Füssen 15
Tore: 1-0 Siegosch, 2-0 Hebert, 3-0 Neubauer
Tabelle:
1. Kölner EC
2. Krefelder EV
3. SC Riessersee
4. EV Landshut
5. Berliner SC
6. Düsseldorfer EG
7. VFL Bad Nauheim
8. EV Füssen
9. EV Rosenheim
10. EC Deilinghofen 18 Spiele, 58-142 Tore, 6-30 Punkte
Eishockeytradition im Sauerland Vom EC Deilinghofen bis zu den Iserlohn Roosters
